{"id":268,"date":"2025-05-04T12:29:26","date_gmt":"2025-05-04T12:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/zaunreiterin.eu\/?page_id=268"},"modified":"2026-02-06T13:12:47","modified_gmt":"2026-02-06T11:12:47","slug":"licht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zaunreiterin.eu\/de_de\/licht\/","title":{"rendered":"Licht"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p>(Vorbemerkung: Heute, im Februar 2026, liest der folgende Text sich wie eine Replik auf die Epstein-Files. Das ist er nicht, ich habe ihn lange vorher geschrieben. Wohl aber ist er Folge der Begegnung mit eben dem, was auch in diesen Files vorkommt. Ich werde noch versuchen, meine Gedanken dazu in einen separaten Text zu bringen.)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte ein Licht entz\u00fcnden f\u00fcr diejenigen, die selbst nicht dazu in der Lage sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die so sehr von Dunkelheit umfangen sind, dass sie das Licht nicht sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die es erst gar nicht versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, denen nicht geglaubt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die sich selber nicht glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die so tief in der Dunkelheit sind, dass wir sie nicht sehen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte ein Licht entz\u00fcnden f\u00fcr diejenigen, die sich dem Dunkel stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die den Mut aufbringen, so furchtbar es auch sein mag.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die im Kreis stehen und halten, was gehalten werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die ihr Herz \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die sich f\u00fcr das Leben entscheiden, trotz allem.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Welt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Es gibt Geschichten, die einfach unaussprechlich sind; die, w\u00e4ren sie ein Drehbuch, von vornherein als an den Haaren herbeigezogen abgelehnt w\u00fcrden; die sich so nah an Verschw\u00f6rungstheorien bewegen, dass sie einfach nicht wahr sein k\u00f6nnen. Und doch sind sie wahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn diese Geschichten wahr sind, dann sind auch die Menschen darin real, diejenigen, denen diese Geschichten widerfahren sind. Denen Entsetzliches angetan wurde, und die vielleicht auch gezwungen waren, anderen Wesen Entsetzliches anzutun. Deren Seelen vielleicht so zersplittert wurden, dass nichts als Wahnsinn geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, warum solche Geschichten sich mir zeigen &#8211; und nicht nur sich zeigen. Ich sp\u00fcre sie in meinem K\u00f6rper, und Schicht um Schicht entfalten sich die zugeh\u00f6rigen Emotionen. Fragment um Fragment, Splitter um Splitter vervollst\u00e4ndigt sich das Bild. Doch was ich wei\u00df, ist, dass genau das meine Aufgabe ist: diese Fragmente und Splitter zu finden und wieder zusammenzuf\u00fcgen. Zu sp\u00fcren und zu bezeugen. &#8222;Wahrnehmen und weitergeben&#8220;, haben meine Geister gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und am Ende dieses Prozesses kann eigentlich nur eines stehen: die bewusste Entscheidung f\u00fcr das Leben. Ja, ich wei\u00df. So oft habe ich diese Entscheidung schon getroffen, bin den ganzen Weg bis unmittelbar vor dem Tod gegangen, um dann das Allerwichtigste zu tun: zur\u00fcckzukehren. Immer und immer wieder, in vielen unterschiedlichen Kontexten. Und jetzt also noch einmal? Trotz der unaussprechlichen Dinge, die geschehen sind? In dem Bewusstsein, dass das Entsetzen, der Schmerz und die Trauer unausl\u00f6schlich Teil davon sind? Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn genau das bringt das Licht in diese dunklen Ecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wir brauchen ganz viele solcher Lichter, &#8222;auf dass sich ein feines Netzwerk um den Globus lege, das Heilung in die K\u00f6rper, in die Herzen und die Seelen bringt und damit Frieden in die Welt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wir brauchen auch noch etwas: Kreise, die mithelfen, diese Geschichten zu tragen, Menschen, die mit offenem Herzen zuh\u00f6ren und sich nicht abwenden &#8211; Menschen, die mit ihrer Pr\u00e4senz es erm\u00f6glichen, dass das Unaussprechliche dann eben doch ausgesprochen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, dass ein solcher Kreis sich am vergangenen Wochenende im (wie passend!) &#8222;Haus des Wolfes&#8220; zusammengefunden hat, und ich konnte &#8211; und musste, um meiner selbst willen &#8211; zumindest einen Teil der Geschichte mit und in diesem Kreis teilen. Ich habe die Betroffenheit gesp\u00fcrt, und unsere Tr\u00e4nen sind gemeinsam geflossen. Sie haben mir geglaubt. Der Kreis, die Gemeinschaft hat mir geholfen, diese Entscheidung f\u00fcr das Leben zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ganz unerwartet bringt mich das nebenbei noch zu meinen Gedanken \u00fcber <a href=\"https:\/\/zaunreiterin.eu\/einsamkeit-2\/\" data-type=\"page\" data-id=\"270\">Einsamkeit<\/a> zur\u00fcck. Es mag sein, dass manchmal schamanisches (und verwandtes) Arbeiten und Einsamkeit zusammenh\u00e4ngen; so erinnere ich mich auch an meinen fr\u00fcheren schamanischen Lehrer, wie er einmal, damals in Pfaffing, unendlich einsam an einem Feuer stand, und an seine unerf\u00fcllte Sehnsucht nach einer echten Gemeinschaft. Doch mindestens genauso trifft zu, dass es einen &#8222;Stamm&#8220; braucht, um wirklich Heilung zu erreichen. Schon vor Jahren habe ich mich gefragt, warum die Bewohner der geistigen Welt, wenn sie denn Heilung bewirken wollen, das nicht einfach tun. Schlie\u00dflich ist doch alles mit allem verbunden. Aber es braucht eben auch die Menschen dazu, ihre H\u00e4nde, ihre K\u00f6rper, die Emotionen. Es braucht die, die Zeugen sind, die den Kreis halten. Eben einen Stamm.<\/p>\n\n\n\n<p>(Winter 2023, aktualisiert Winter 2025\/26)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Vorbemerkung: Heute, im Februar 2026, liest der folgende Text sich wie eine Replik auf die Epstein-Files. Das ist er nicht, ich habe ihn lange vorher geschrieben. Wohl aber ist er Folge der Begegnung mit eben dem, was auch in diesen Files vorkommt. Ich werde noch versuchen, meine Gedanken dazu in einen separaten Text zu bringen.) 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